Was ist die Maul- und Klauenseuche (MKS)?
Die MKS ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Rindern, Büffeln, Schweinen, Ziegen, Schafen und anderen Paarhufern auftritt. Pferde sind von MKS üblicherweise nicht betroffen. Haustiere wie Hunde oder Katzen können das Virus zwar weitertragen, erkranken aber in der Regel selbst nicht.
Die Übertragung erfolgt über Kontakt mit infizierten Tieren, deren Ausscheidungen oder Produkte infizierter Tiere wie Fleisch oder Milch. Außerdem kann die Krankheit über kontaminierte Objekte übertragen werden. Auch eine Übertragung über die Luft über sehr große Entfernungen (bis zu 60 km) ist möglich.
Welche sind die typischen Symptome?
Es treten typische Blasenbildungen an Maul, Klauen und Euter auf, die Tiere haben Schmerzen, sind apathisch und appetitlos. Die Krankheit kann für die Tiere tödlich verlaufen.
Eine Eindämmung ist nur möglich, indem das Virus durch Isolierung und Kontrolle des Tierverkehrs ausgemerzt wird. Behandlungsmöglichkeiten für die Tiere gibt es derzeit nicht, infizierte Tiere müssen getötet werden.
Ist die Krankheit auf den Menschen übertragbar?
Infektionen bei Menschen sind selten und treten in der Regel nur bei Personen auf, die beruflich mit infizierten Paarhufern zu tun haben, da eine sehr große Erregermenge für eine Infektion des Menschen nötig ist. Bei den meisten infizierten Personen bricht die Krankheit nicht aus, so dass die Infektion unbemerkt bleibt. Die seltenen Erkrankungen haben nur leichte Symptome, verlaufen gutartig und heilen ohne Behandlung aus. Unter den heutigen hygienischen Bedingungen besteht nach Ansicht aller Experten beim Verzehr von pasteurisierter Milch und Milchprodukten aus dem Handel keine Gefahr für den Menschen. Hitze tötet das Virus ab, so dass gekochtes Fleisch bedenkenlos gegessen werden kann.
Im Burgenland wurden einige Gemeinden zur Überwachungszone erklärt, dort werden die Tiere der ansässigen Betriebe kontrolliert. Weiters wurden Beobachtungszonen eingerichtet. In diesen Regionen gelten verschärfte Meldebestimmungen und Dokumentationspflichten für Betriebe, die empfängliche Tiere halten. In der Überwachungszone gilt zudem ein Jagdverbot für alle Tiere sowie Einschränkungen beim Handel von Tieren und tierischen Produkten. Die jeweils aktuell zur Überwachungs- bzw. Beobachtungszone erklärten Gebiete finden Sie auf der Homepage des Landes Burgenland.
Derzeit gibt es keine Ausbrüche in Österreich. Die befassten Behörden haben Krisenstäbe eingerichtet, es findenlaufende Abstimmungen statt.
Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf der Homepage das Landes Burgenland unter www.burgenland.at/themen/gesundheit/veterinaerdirektion-und-tierschutz/tierseuchen/maul-und-
klauenseuche.« zur Übersicht